Dampfreiniger richtig nutzen

Der Dampfreiniger hält nicht immer, was die Werbung verspricht? Oft liegt es auch daran, dass sein Besitzer nicht wirklich gut informiert ist und nicht weiß, wie man mit diesem nützlichen Gerät umgeht. Anstatt sich an die Gebrauchsanleitung zu halten, wird sehr oft ein fataler Fehler begangen. Da das Gerät, wie der Name schon sagt, eben nur mit heißem Dampf reinigt, vermisst so manche Hausfrau den üblichen “Frische-Duft” und gibt fatalerweise ein paar Tropfen Reinigungsmittel in den Wassertank. Das wird schon nicht schaden?! Von wegen. Jegliche Substanzen außer Wasser können schon sehr schnell die feinen und empfindlichen Düsen verstopfen und den dampfenden Helfer frühzeitig außer Gefecht setzen. Statt das Reinigungsmittel in den Wassertank zu füllen, sollte man es besser auf das Reinigungstuch träufeln. So kann der Reiniger erst gar nicht in die Düsen gelangen und man muss nicht auf den gewissen Duft verzichten.

Außerdem sollte man entweder beim Kauf eines Dampfreinigers darauf achten, dass es sich um ein Gerät handelt, das sich selbst reinigt, einen eingebauten Kalkfilter hat oder man füllt nur destilliertes Wasser in den Tank. Mit diesem nützlichen Tipp sorgt man ideal vor und das Thema Kalkschaden hat sich damit erledigt. Obendrein lacht auch noch die Umwelt und man spart sich das Geld für den Entkalker. Wer sich doppelt absichern möchte, darf den Dampfreiniger auch gerne mit befüllten Tank aufbewahren. Auch das schützt vor Verkalkung.

Sollten diese Tipps zu spät kommen und die Düsen sind bereits verstopft, kann man dem Kalk mit Essigessenz zu Leibe rücken, indem man etwas davon in den Tank füllt und nach einer gewissen Einwirkzeit einschaltet. Ebenso ratsam ist es, das Reinigungstuch regelmäßig zu wechseln. Besser einmal zu oft, als zu wenig. Denn ein dreckiges Tuch ist nicht mehr saugfähig und verteilt den Schmutz nur unnötig auf der beanspruchten Fläche, statt ihn zu beseitigen.

Vorsicht ist übrigens beim befüllen des Tanks angesagt. Beim Nachfüllen muss man stets warten, bis sich das Gerät etwas abgekühlt hat. Wer leichtsinnigerweise Wasser in den heißen Tank füllt, riskiert eine nicht zu unterschätzende Verpuffung, die extrem schmerzhaft enden kann. Um beim Auswechseln des Reinigungstuchs Verbrennungen vorzubeugen, ist es empfehlenswert Handschuhe zu tragen. Auch von elektronischen Geräten muss man sich fernhalten. Der austretende Wasserdampf kann Menschen durchaus in Lebensgefahr bringen.

Übrigens: Sollte man sich einmal nicht sicher sein, ob die zu behandelte Fläche den heißen Wasserdampf aushält, ist es ratsam, das Gerät erst an einer verdeckten oder unauffälligen Stelle zu testen. Hitze kann z.B. PVC-Böden ausbleichen oder den Kleber darunter lösen. Vor der Inbetriebnahme muss in jedem Fall die Gebrauchsanleitung aufmerksam studiert werden, um Schäden oder Unfälle zu vermeiden.

Auch wenn manche “dubiosen” Werbungen das Gegenteil behaupten, nicht alles sollte mit heißem Dampf behandelt werden. Bei Holz, Polster und Matratzen kann heißer Dampf erhebliche Schäden anrichten. Auch Teppiche müssen vorher auf ihre Farbechtheit und Hitzebeständigkeit geprüft werden. Bei besonders hartnäckigen Flecken im Teppich, hat sich das vorherige Aufsprühen von regulärem Glasreiniger bewährt. Er löst den Fleck zuverlässig, ohne das Material anzugreifen. Natürlich muss der Teppich vorher mit einem Staubsauger gereinigt werden. Aüßerst empfehlenswert und platzsparend ist natürlich ein “dampfender Held” mit integriertem Staubsauger

Mit diesen Tipps im Gepäck, kommt beim Dampfreinigen Freude auf.